Sam wird berühmt

Vor einigen Wochen waren wichtige Leute auf unserer Wiese zu Gast, Fernsehleute, die sehen und filmen wollten, wie ein blindes Pferd mit seiner Behinderung klar kommt.

Es war ein sehr netter Besuch und Sam hat sich als obercooler professioneller Fernsehtyp gezeigt.

Der Beitrag wird am Montag, 11.03. während der Sendung DAS! beim NDR ausgestrahlt. Wir sind sehr gespannt, was daraus geworden ist.

Lesepralinchen für Zwischendurch

Kein fettarmer Käse schmeckt so gut wie das Gefühl, Gerhard endlich abgelegt zu haben …

Zu Weihnachten ist mir ein Büchlein auf den Gabentisch geflattert, das mir seitdem so manches vergnügliche Schmunzeln entlockt hat, weswegen ich es jetzt sehr gerne weiterempfehle.

Frauen und andere Katzen ist der Titel und man findet darin Kurzgeschichten, Märchen und erotische Geschichten. Autorin ist Carola Heine. (Kontakt: www.one-trick-pony.de)

Bereits beim ersten Hineinschnuppern gefiel mir der lockere, frische Schreibstil mit häufig ungewöhnlicher Wortwahl, der das Kopfkino auf bunte Weise in Gang setzte.

Die Geschichten sind fantasievoll und bildhaft, handeln von Müttern und Kindern, Frauen und Männern, Katzen und Katern, Kontaktanzeigen und noch viel mehr, was uns im Alltag so begegnet.

Vieles ist lustig, vieles erinnert an eigene Erlebnisse oder Fettnäpfchen, in die Frau gestolpert ist und einiges regt auch zum Nachdenken an, doch was mir besonders gut gefiel, war die liebevolle Art, mit der in diesem Buch auf unsere Schwächen gestupst wird, denn statt immer an uns selbst herumzukritisieren, ist es doch viel netter, sich so zu mögen, wie man ist.

Ich habe Frauen und andere Katzen auf meinen Nachtschrank gelegt und mir jeden Abend ein amüsantes Betthupferl daraus gegönnt. Nun weiß ich, dass Neandertaler doch nicht ausgestorben sind, sondern heute rote Porsche fahren und man die Erdanziehungskraft für höhergestellte Damen richtig einschätzen muss, um nicht gegen Werner zu fallen.

Ja, es war wirklich eine vergnügliche Lektüre.

Dieses Buch eignet sich für den Liegestuhl im Urlaub, als kurzweilige Ablenkung während einer Zugfahrt oder als nette Lesepraline für zwischendurch und ganz sicher auch als Geschenk, denn es ist erfrischend unkonventionell und macht sicher auch Menschen, die vielleicht sonst nicht viel lesen, ganz bestimmt Spaß.

PS: Ich habe dieses Büchlein von der Autorin geschenkt bekommen. Die Empfehlung ist trotzdem keine Gefälligkeit, sondern entspringt meiner persönlichen Wahrnehmung.

Protagonisten, nicht immer pflegeleicht …

Viele Leute glauben, Liebesromane zu schreiben, wäre ein lockerer Job. Man setzt sich gemütlich hin, beginnt zu träumen und ganz nebenbei tippt sich die Geschichte von alleine.

So ist es aber nicht. Ein Autorenleben kann manchmal ganz schön stressig sein … beispielsweise wenn der Tag so beginnt:

Protagonist tippt auf den Laptop: „Schreibst du heute endlich weiter an meiner Geschichte?“

Autorin: „Ich muss erst Buchführung machen und einkaufen. Wäsche waschen ist auch überfällig.“

Protagonist: „Aber ich will sie endlich in meinem Bett.“

Protagonistin genervt stöhnend zur Autorin: „Geh an Deine Buchführung.“

Protagonist zur Protagonistin: „Willst du etwa nicht in mein Bett?“

Protagonistin seufzend: „Nein.“

Autorin reißt die Augenbrauen hoch. „Was? Du willst meinen Plot durcheinanderbringen?“

Protagonist nickt Protagonistin zu. „Da siehst du was Du anrichtest, jetzt kann sie heute Nacht nicht schlafen.“

Protagonistin: „Dann hätte sie mir einen charmanteren Kerl aussuchen müssen.“

Autorin verdreht die Augen. „Ich gehe jetzt Buchführung machen.“

Protagonist: „Schreibst Du sie mir dann heute Nachmittag in mein Bett?“

Autorin: „Vielleicht.“

Protagonistin: „Ich fände besser, wenn ich im nächsten Kapitel noch einen Typen kennenlerne und dann eine Entscheidung treffen darf.“

Protagonist an Autorin: „Du hörst ja wohl hoffentlich nicht auf sie.“

Autorin: „Das wäre vielleicht eine nette Episode am Rande.“

Protagonistin: „Oh ja, einen Millionär bitte, in Anzug und weißem Hemd und braungebrannt muss er sein.“

Protagonist an Protagonistin: „Du hast sie doch nicht mehr alle. Wenn sie so einen reinschreibt, steige ich aus.“

Protagonistin: „Hey, Autorin! Wo rennst Du denn hin?“

Der Kampf ums Facebook Like

Liebe Kollegen / Kolleginnen,

liebe Leser / Leserinnen, liebe Freunde und Freundinnen,

wir Schreiberlinge machen Werbung auf  Facebook, um Lesern und Leserinnen unsere Bücher zu zeigen. Und wir alle haben Existenzängste, denn das böse Facebook schränkt bekannterweise ständig die Reichweite ein, um uns alle zu ärgern. Also muss man sich doch gegenseitig alles liken, was nur zu liken geht, damit wir wenigstens das Gefühl haben, sichtbar zu sein, in dieser großen imaginären Internetwelt.

Bei mir sieht die Rechnung so aus:

Ich habe 1028 Freunde (auf facebook, nicht in echt). Wenn die alle einmal am Tag etwas posten, muss ich 1028 Posts lesen. Viele davon posten aber mehrmals, so komme ich locker auf gefühlte 3000 Posts.

Nebenbei habe ich noch ein paar interessante Seiten abonniert, auf denen auch regelmäßig etwas geschrieben wird und natürlich bin ich Mitglied in einigen Gruppen, von denen ich die Beiträge diverser anderer Mitglieder zu sehen bekomme.  Alles in allem müsste ich mehrere Stunden am Tag vor dem Facebookbildschirm verbringen, um alles zu sehen und zu liken, was auf meinem Monitor erscheint.

Hinzu kommt: Facebook merkt sich, was ich like und zeigt mir daraufhin die Informationen, von denen es aufgrund meiner vorherigen Likes annimmt, dass ich sie sehen möchte. Das ist Manipulation. Es verändert meine Sicht auf die Welt.

Das finde ich doof, denn ich entscheide ganz gern selbst, was ich sehen und denken möchte.

Viele Freunde posten Informationen, die mich gar nicht interessieren, deswegen habe ich sie nicht mehr abonniert. Freunde von mir interessiert vielleicht gar nicht, was ich zu sagen habe, deswegen haben sie mich nicht abonniert. Vermutlich bin ich mit einigen Leuten „befreundet“ und wir hören gegenseitig nichts voneinander, weil wir uns nicht abonniert haben, weil wir uns gar nicht füreinander interessieren.

Ganz schön tüddeliger Schwachsinn, das ganze System, oder?

Wenn ich also Eure Beiträge nicht kommentiere oder like, habe ich sie vermutlich ganz einfach nicht gesehen.

Ihr kennt das? Ihr postet genau aus dem Grund die gleichen Inhalte fünfzig mal am Tag? Damit ich sie auf jeden Fall zu Gesicht bekomme? Euch habe ich eventuell nicht mehr abonniert, weil ich Eure immer gleichen Posts so oft gesehen habe, dass ich von meinen anderen Freunden kaum noch was auf den Bildschirm bekam.  Tut mir leid.

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Ihr einen Roman gelesen habt, der Euch gefiel, bitte hinterlasst eine kurze Bewertung auf Eurem Kaufportal und erzählt im ganz normalen Leben euren echten Freunden von diesem Buch, wir Autoren danken es Euch.

Herzlichst

Sara-Maria Lukas

Empfehlenswerter Ideenreichtum / Für alle, die schreiben oder es wollen

Ein Seminarbericht

Vor fünfzig Jahren hatten Autoren viel weniger Möglichkeiten, ihre Werke zu veröffentlichen, als heute in Zeiten des Ebooks, Selfpublishings und Drucks „on demand“. Kleinverlage schießen wie Unkraut aus dem Boden und täglich werden Veröffentlichungen auf den Markt „geschleudert.“

Der Autor/ die Autorin droht, in der Masse unterzugehen, wenn er/sie nicht dafür sorgt, wahrgenommen zu werden, und die Basis hierfür ist, bestmögliche Qualität zu veröffentlichen.

Für Autoren gibt es keine Ausbildungsordnung wie in anderen Berufen, man fängt in der Regel einfach irgendwie an. Umso wichtiger ist die eigenverantwortliche Fortbildung.

Ich habe ein Seminar besucht, das ich für diese Zwecke dringend jedem Schreibfanatiker empfehlen kann.

Als Dozenten fungierten Thomas Finn, Boris Koch, Markus Heitz und Sina Beerwald, alles Autoren, die seit vielen Jahren bei den großen Publikumsverlagen erfolgreich ihre Bücher veröffentlichen und somit neben ihrem Fachwissen einen großen Erfahrungsschatz als Brancheninsider weitergeben können.

Neben Informationen rund um die Veröffentlichung und das Marketing wurde vor allem eins klar: Das Wichtigste, um Erfolg zu haben ist solides Handwerk. Das Zweitwichtigste für den Erfolg ist, solides Handwerk anzuwenden und das Drittwichtigste ist Disziplin und Kontinuität.

Die Arbeitsweisen der Autoren variieren. So lieferten sich auch in diesem Seminar die Bauchschreiber ein höchst amüsantes „Gefecht“ mit den Plotkonstrukteuren. 

Jeder muss seinen eigenen, persönlich richtigen Weg finden, aber Voraussetzung hierfür ist: Umfassendes Wissen über bestmögliches Handwerk, denn egal ob aus dem Bauch heraus oder auf dem Papier konstruiert, wenn der Aufbau des Romans Mängel hat, ist er nicht lesenswert.

Die Dozenten gaben uns wertvolle Informationen über alles, was für Autoren wichtig ist. Es ging um Begriffe und Schlagworte, wie „Show it, don’t tell it“, um Stuktur und reisende Helden, um Figuren und Welten, dem Stellenwert der Genrezuordnung, der Recherche, dem Marketing, dem Anschreiben an Verlage, den berühmten Pitch und das aussagekräftige Exposé, um nur einige zu nennen.

Während der Pausenzeiten standen die Dozenten unermüdlich jedem Teilnehmer für individuelle Fragen zur Verfügung, was keinesfalls eine Selbstverständlichkeit ist.

Obwohl ich zu Beginn meiner Autorentätigkeit Fortbildungen absolviert habe und es gewohnt bin, autodidaktisch zu lernen und nun bereits hauptberuflich Romane veröffentliche, bot dieses Seminar mir einmal mehr wichtigen Input über meinen Beruf, das mich wieder ein gutes Stück weitergebracht hat.

Ich empfehle dieses Seminar jedem, der ernsthaft die Schreiberei zu seinem Beruf machen will. Die Inhalte, sowie das in jeder Weise sehr liebevoll gestaltete Drumherum der Gastgeberinnen waren absolute Spitze.

Vielen Dank an Sonja Rüther, Nicole Zöllner und alle anderen.

PS: Ich habe dieses Seminar als ganz normale Teilnehmerin gebucht und bezahlt. Dieser Beitrag enthält meine subjektiven Eindrücke und ist keine bezahlte Werbung. Im Internet ist dieses Seminar hier zu finden:

https://www.ideenreich-kreativhof.de/seminare-workshops/grundlagen-des-professionellen-schreibens/

Video & Co / Ein Seminarbericht

In Zukunft möchte ich mich als Autorin auch per Youtube auf die eine oder andere Art zu Wort melden. Hierfür habe ich eine Fortbildung besucht, die ich gerne weiterempfehle.

Marketin per Video ist auch für mich als Autorin ein wichtiges Thema, denn eine Buchvorstellung oder Lesung auf Youtube ist ein tolles Mittel, um genau die LeserInnen zu erreichen, denen meine Romane gefallen könnten.

Ich habe ein Tagesseminar besucht, bei dem ich viel gelernt habe, und das ich deswegen sehr gerne empfehle.

Eingeladen und organisiert hatte Carola Heine (Digital Marketing Professionell, www.carola-heine.de), Dozentin war Jasmin Assen. Die Kölnerin ist Sängerin, Gesangslehrerin, Moderatorin (Fernsehen), Texterin, Videobloggerin (SheGo’s Video) und Voice- und Video-Coach. (www.jasminassen.com) Jasmin ist supernett, was mehr als hilfreich ist, wenn man als Laie vor die Kamera tritt, um den Videoauftritt zu üben. (Gemeinschaftliches Stöhnen und Seufzen wirkt übrigens unglaublich entspannend bei Lampenfieber.)

Die Teilnehmerzahl war begrenzt, sodass wir uns in Carolas gemütlichem Seminarraum (Studiospace, Düsseldorf), in toller Atmosphäre so richtig wohl fühlen konnten und niemand Hemmungen haben musste, sich vor der Kamera zu versuchen.

Bevor jeder seinen „Auftritt“ hatte und dabei von Jasmin wertvolle, fundierte und gut erklärte Tipps bekam, wie man sympathisch „rüber kommt“ und positive Gefühle im Zuschauer anspricht, lernten wir viel über die notwendige Technik, die verblüffend

einfach ist, wenn man nur weiß, wie`s geht.

Ausgerüstet mit dem richtigen Scheinwerfer, einem Iphone, dem Laptop und der richtigen Software ist es Jedem mit etwas Übung möglich, tolle Videos zu produzieren und wirkungsvolles Marketing zu betreiben. Gleichzeitig lernten wir aber auch, wie schnell ein eigentlich gutes Video negative Gefühle beim Betrachter auslösen kann, wenn das Licht, der Hintergrund, Gesten, Mimik, Text oder Ton auch nur in Nuancen nicht optimal sind.

Ich habe diesen Tag im Kreise sehr netter „Mitbegeisterter“ genossen und kann eine Teilnahme an diesem Workshop jedem empfehlen, der sich im Bereich Videomarketing versuchen möchte.

Ich bin jetzt „voll motiviert“. Sobald mein aktuelles Skript fertig getippt ist, beginne ich, zu üben, um die vielen Ideen, die während dieses Seminars entstanden sind, umzusetzen.

Fotos: Carola Heine

PS: Ich habe für die Teilnahme an diesem Seminar bezahlt und meine subjektiven Erfahrungen geschildert. Es handelt sich nicht um bezahlte Werbung oder eine Gefälligkeit.