Sam wird berühmt

Vor einigen Wochen waren wichtige Leute auf unserer Wiese zu Gast, Fernsehleute, die sehen und filmen wollten, wie ein blindes Pferd mit seiner Behinderung klar kommt.

Es war ein sehr netter Besuch und Sam hat sich als obercooler professioneller Fernsehtyp gezeigt.

Der Beitrag wird am Montag, 11.03. während der Sendung DAS! beim NDR ausgestrahlt. Wir sind sehr gespannt, was daraus geworden ist.

Kaffeeklatsch

An einem Wintertag trafen sich Lena und Hanna, die Hauptpersonen Romane Auf Augenhöhe und  Liebe atmet Mut zu einem gemütlichen Kaffee in meinem Arbeitszimmer.

Hanna (sieht sich um): Wenn unsere Schöpferin uns schon zum Kaffeetrinken einlädt, hätte sie wenigstens mal  ihr Arbeitszimmer aufräumen können.

Lena (lacht): Die hat doch schon wieder den Laptop auf und tippt was neues. Stör sie bloß nicht.

Hanna: Nein, sonst müssen wir Angst haben, dass sie dieses Gespräch auch gleich wieder irgendwo veröffentlicht. 

Lena: Liebe Hanna, schön, das wir uns mal treffen. Ich habe deine Geschichte gelesen. Ganz schön spannend. Ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen, bis ich es durch hatte.

Hanna: Liebe Lena, genauso ging es mir mit deiner Geschichte. Die ersten Stunden deiner Entführung müssen die Hölle gewesen sein.

Lena: Oh ja, das kannst du wohl sagen. So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben.

Hanna: Ich habe mich gewundert, dass du diesen Schönling nicht einfach im Draht seinem Schicksal überlassen hast.

Lena (lacht): Ich war kurz davor. Aber wenn ich in der Situation abgehauen wäre, hätte ich nie die große Liebe gefunden.

Hanna: Das stimmt, aber zu dem Zeitpunkt wusstest du das noch nicht. Ich wäre weggerannt.

Lena (schüttelt den Kopf): Du warst viel mutiger als ich. Meine Jungs haben sich ja schon ziemlich schnell als nett geoutet.

Hanna: Ich wurde erst mutig, als ich die Polizistin kennengelernt habe. Lisa ist inzwischen eine meiner besten Freundinnen. Wir haben manche Flasche Wein geleert und (Kichern) sie hat viel über Simons Jugendsünden ausgeplaudert.

Lena (lacht): Raffiniert! Aber es stimmt nicht, dass du vorher nicht mutig warst. Dein ganzes Leben nach Dennis war ein einziger Beweis deines Mutes! Und wenn das auf diesem Volksfest, als du die Kinder gerettet hast, kein Mut war, dann weiß ich nicht, was Mut sein sollte.

Hanna (seufzt): Das war nur Reflex, hätte ich Zeit zum nachdenken gehabt, wäre ich weggelaufen, wie immer in meinem Leben. Du bist ganz bewusst das Risiko eingegangen, als du die Verbrecher gestellt hast. Hut ab! So etwas hätte ich nie gekonnt.

Lena (verdreht die Augen): Wenn ich gewusst hätte, wie es endet, hätte ich mir das nicht getraut. Ich war naiv und dumm. Du hast die ganze Zeit alle Risiken richtig eingeschätzt.

Hanna (seufzt): Bloß den Kerl nicht, der mir das alles eingebrockt hat.

Lena (verträumt): Unsere Männer waren nicht immer die vernünftigsten, aber die Liebsten.

Hanna (lacht): Stimmt, man muss aufpassen, dass sie keinen Umfug machen, aber man liebt sie trotzdem. Übrigens, dein Buchtitel passt super zur Geschichte.

Lena: Danke. Deiner auch. Du hast recht, nur wer mutig ist, gewinnt.

Hanna (verträumt): Ach ja, wenn Simon nicht diese Wut gehabt hätte, hätte er mich nie gesucht und dann würde ich mich bis heute mit viel zu wenig zufrieden geben.

Lena (kichert): Erotisch knistern tut ’s bei Euch ja genug.

Hanna (wird rot): Als ob ihr nur Händchen haltet!

Lena: Sag mal, was ist eigentlich mit Claire? Die hat ja auch genug erlebt mit ihrem Vater und seinen miesen Geschäften.

Hanna: Die ist inzwischen auch glücklich verliebt

Lena: Apropos verliebt, musstest du auch so viel mit unserer Autorin diskutieren? Bei meiner Geschichte hätte sie einige   private Einzelheiten auch weglassen können.

Hanna: Oh ja, da gab es bei uns auch lange Streitgespräche. Sie meinte immer, es muss alles so genau rein, damit der Leser mein Denken und Handeln richtig versteht.

Lena (stöhnt): Ja, ja, das hat sie zu mir auch immer gesagt.

Hanna: Ich möchte mal wissen, wie sie das fände, wenn ich über ihr Liebesleben so schreiben würde.

Lena (prustet): Meinst du die hat eins?

Autorin(SCHREIT): Das Tonband aus! Sofort!

Anti Angst / Anti Scheu ….

Bin ich mit meinem Pferd unterwegs, begegnen mir immer wieder unbekannte Gegenstände oder ich gerate in neue Situationen, in denen mein Pferd Angst bekommen kann. Um ein im Gelände zuverlässiges Pferd zu haben, werden mir deshalb Anti-Scheu-Workshops angeboten.

Wann ist ein solcher Workshop sinnvoll und wie muss er aufgebaut sein, damit er mir wirklich hilft?

Es nützt mir nichts, wenn mein Pferd in einem solchen Workshop mit unbekannten Gegenständen konfrontiert wird, diese dann in Ruhe beschnuppert und schließlich keine Angst mehr vor ihnen hat.

Warum nicht?

Weil ein Anti-Scheu-Workshop nur sinnvoll ist, wenn ich lerne, wie ich genau diese eine Minute manage, in der mir und meinem Pferd etwas Unbekanntes begegnet und mein Pferd Angst bekommt.

Haben wir im Anti-Scheu-Seminar einen roten Regenschirm in der Reithalle kennengelernt, heißt das nicht, dass mein Pferd vor einem roten, gelben oder bunten Regenschirm auf der Straße nicht scheuen wird. Im Gegenteil, die Situation ist eine völlig andere, das Pferd wird sie nicht mit dem roten Regenschirm des Seminares in Verbindung bringen.

Ein Anti-Scheu / Anti -Angst -Workshop des PHYSIO-RIDING enthält folgende Elemente:

1. Schritt: Analyse

Was passiert bisher, wenn mein Pferd scheut? Was geschieht in jeder Zehntel Sekunde der gefährlichen Situation? Was denkt mein Pferd und wie agiert oder reagiert es? Was denke ich, wie agiere oder reagiere ich?

2. Schritt: Planung

Wie sollte ich mich optimalerweise in jeder Zehntel-Sekunde einer gefährlichen Situation benehmen, um für  mein Pferd und mich Sicherheit zu gewährleisten?  Wie kann ich die Situation entschärfen, um uns nicht zu gefährden?  Ich muss das richtige Denken, die richtige Körpersprache, die richtigen Gesten und Worte  lernen, mit denen ich meinem Pferd Sicherheit vermittele.

3. Schritt: Umsetzung

Wie lerne ich, das richtige Verhalten  als Reflex in diesem Moment abzurufen?

Ich muss das Agieren in dieser einen wichtigen Sekunde mental und physisch trainieren, damit es jederzeit abrufbar ist.

Hiefür sind die Techniken des Mentaltrainings und einige Übungen aus der chinesischen Kampfkunst Tai Chi  bestens geeignet.

Das Trainingsmotto beim Physio-Riding Anti-Scheutraining ist:

Beschütze Dein Pferd, dann vertraut es dir, wenn es brenzlig wird. 

Körperdrehung und Gewichtsverlagerung auf dem Pferd

Mit meinem Körper kann ich dem Pferd wichtige Signale vermitteln. Hierbei müssen zwei Bewegungsrichtungen unterschieden werden.

Zum einen gibt es die Körperdrehung, mit der ich die nach vorwärts gewählte Bewegungsrichtung koordinieren kann (siehe Bild), zum anderen gibt es die Gewichtsverlagerung, mit der ich die Stellung in den Seitengängen (Gewichtsverlagerung nach rechts oder links) und unseren Versammlungsgrad / Schwung (Gewichtsverlagerung nach vorne oder hinten) beeinflusse.

Ein häufiger Fehler ist es, diese Bewegungsmuster nicht klar genug zu unterscheiden. Es wird ein Konstrukt auf dem Pferd ausgeführt, das aus etwas Drehung und etwas Gewichtsverlagerung besteht. Das sieht dann eigenartig aus und es entstehen Fehler, die auch der schlechteste Reitlehrer sieht (z.B. in der Hüfte einknicken, Absätze hochziehen, vom Pferd rutschen).

Ein weiterer häufiger Fehler: Der Reiter wird während der Körperdrehung oder Gewichtsverlagerung in der Lendenwirbelsäule steif und blockiert damit die Vorwärtsbewegung der Hinterhand. Das ist für das Pferd sehr unangenehm und es reagiert unwillig.

Beim Tai chi findet jede Bewegung ihren Ursprung in der Körpermitte. Weder bei einer Körperdrehung noch bei einer Gewichtsverlagerung von einem auf das andere Bein verliert der Körper “ seine Mitte“. Der Tai Chi Übende findet seine Stabilität ohne steif zu werden.

Die Kombination verschiedener Tai Chi – Bewegungsmuster ist deshalb optimale Gymnastik für Reiter. Der Reiter fühlt schon nach kurzer Zeit viel klarer, ob er auf dem Pferd mit sich selbst im Gleichgewicht ist. Die tiefen und oberflächlichen Muskeln im Bauch und Lendenbereich werden optimal für die für Haltearbeit trainiert, so dass der Reiter sein Gleichgewicht zuverlässig halten kann, ohne steif zu werden.

Außerdem ist er fähig, in jeder Situation den Bewegungen des Pferderückens geschmeidig zu folgen, was ihm in kritischen Situationen (z.B. Scheuen, Buckeln, Sprung) hilft, auf dem Pferd gelassen und freundlich zu bleiben.

In meinen Seminaren/ Workshops „Tai Chi & Mentaltraining für Reiter“ üben wir Bewegungsmuster, die der Reiter anschließend selbstständig ausführen und so seine Reiterei in kurzer Zeit deutlich verbessern kann.

Ach klei mi doch an Mors, Du Dösbaddel

BDSM Romantik auf norddeutsch

Wer Lust hat, Erotikromane mit Herz und Humor zu lesen und die norddeutsche Lebensart mag, ist mit der Romanreihe Hard & Love bestens bedient.

Fünf Brüder aus Amerika, einer heißer als der andere, erben einen Resthof an der Elbe, lassen sich im norddeutschen Flachland nieder und treffen auf Frauen, die ziemlich genau wissen, was sie wollen. Die dominanten Jungs aus den Staaten müssen sich ordentlich ins Zeug legen, um ihre Herzensdamen zu eroben, bevor sie sie mit Genuss über ihre Knie legen dürfen.

Sich selbst nicht so ernst nehmen, echte Freundschaft und kompromisslose Liebe, Toleranz und Freude am Leben, erlaubt ist, was Spaß macht. Wer dem zustimmt, wird an den Romanen der Hard & Love Reihe seine Freude haben.

Überall im Buchhandel als Prints oder Ebooks erhältlich

Über die erstaunliche Wirkung der Langsamkeit

Als ich die ersten Male Tai chi Übungen ausprobierte und anschließend auf dem Pferd saß, machte ich eine erstaunliche Entdeckung.

Hätte man mich vorher gefragt, ob ich mit ruhigen Bewegungen auf dem Pferd agiere, hätte ich mit dem Brustton der Überzeugung geantwortet „Aber natürlich!“ Schließlich reite ich seit über 30 Jahren und habe einige Pferde ganz ordentlich und sehr harmonisch ausgebildet. Heute sehe ich das anders.

Tai chi übt man sehr langsam, es ist, als ob man ein Ballett in Slow Motion – oder wie man in meiner Generation noch sagte in Zeitlupe – tanzt. Jede noch so kleine Bewegung wird präzise, deutlich und weich ausgeführt. Wenn man diese harmonische Langsamkeit auf das Pferd übernimmt, kann man wahre Kommunikationswunder erleben.

Probieren Sie es aus: Setzen Sie sich auf ihr Pferd, werden Sie ganz ruhig und machen sie alle gewohnten Bewegungen in Zeitlupe.

Bei einem solchen Selbstversuch wird dem Reiter bewusst, wie viele kleine Zuckungen, Rucke und andere fahrige Bewegungen er macht, ohne es zu wollen. Das Pferd aber nimmt ALLE Bewegungen wahr, die gewollten und die ungewollten und muss dann in rasendem Tempo entscheiden, welche von allen vom Reiter nun bewusst und welche aus Versehen ausgeführt wurden, welche bedeutungslos und welche eine Bedeutung haben.

Kein Wunder, dass Reiter so oft Hilfen wiederholen oder sogar verstärken, weil das Pferd nicht sofort reagierte. Es konnte die Informationen einfach nicht schnell genug in seinem armen überforderten Gehirn sortieren. Und je ruppiger die Einwirkungen gegeben werden, desto eher verspannt sich das Pferd (oder beißt fest aufs Gebiss) um sich zu schützen.

MERKE:

Je langsamer ich agiere, desto deutlicher agiere ich.

Mein Pferd versteht mich viel besser, weil ich es viel weniger störe.

Wenn ich als Reiter eine sparsame, weiche Bewegung einige Male ausgeführt habe ohne dabei störende Nebenbewegungen zu machen, beginnt das Pferd bereits zu reagieren, wenn ich mit meiner Bewegung noch gar nicht fertig bin.

Ein wunderbarer Weg zu einer für Zuschauer unsichtbaren Kommunikation zwischen Mensch und Pferd beginnt.

Lesepralinchen für Zwischendurch

Kein fettarmer Käse schmeckt so gut wie das Gefühl, Gerhard endlich abgelegt zu haben …

Zu Weihnachten ist mir ein Büchlein auf den Gabentisch geflattert, das mir seitdem so manches vergnügliche Schmunzeln entlockt hat, weswegen ich es jetzt sehr gerne weiterempfehle.

Frauen und andere Katzen ist der Titel und man findet darin Kurzgeschichten, Märchen und erotische Geschichten. Autorin ist Carola Heine. (Kontakt: www.one-trick-pony.de)

Bereits beim ersten Hineinschnuppern gefiel mir der lockere, frische Schreibstil mit häufig ungewöhnlicher Wortwahl, der das Kopfkino auf bunte Weise in Gang setzte.

Die Geschichten sind fantasievoll und bildhaft, handeln von Müttern und Kindern, Frauen und Männern, Katzen und Katern, Kontaktanzeigen und noch viel mehr, was uns im Alltag so begegnet.

Vieles ist lustig, vieles erinnert an eigene Erlebnisse oder Fettnäpfchen, in die Frau gestolpert ist und einiges regt auch zum Nachdenken an, doch was mir besonders gut gefiel, war die liebevolle Art, mit der in diesem Buch auf unsere Schwächen gestupst wird, denn statt immer an uns selbst herumzukritisieren, ist es doch viel netter, sich so zu mögen, wie man ist.

Ich habe Frauen und andere Katzen auf meinen Nachtschrank gelegt und mir jeden Abend ein amüsantes Betthupferl daraus gegönnt. Nun weiß ich, dass Neandertaler doch nicht ausgestorben sind, sondern heute rote Porsche fahren und man die Erdanziehungskraft für höhergestellte Damen richtig einschätzen muss, um nicht gegen Werner zu fallen.

Ja, es war wirklich eine vergnügliche Lektüre.

Dieses Buch eignet sich für den Liegestuhl im Urlaub, als kurzweilige Ablenkung während einer Zugfahrt oder als nette Lesepraline für zwischendurch und ganz sicher auch als Geschenk, denn es ist erfrischend unkonventionell und macht sicher auch Menschen, die vielleicht sonst nicht viel lesen, ganz bestimmt Spaß.

PS: Ich habe dieses Büchlein von der Autorin geschenkt bekommen. Die Empfehlung ist trotzdem keine Gefälligkeit, sondern entspringt meiner persönlichen Wahrnehmung.

Protagonisten, nicht immer pflegeleicht …

Viele Leute glauben, Liebesromane zu schreiben, wäre ein lockerer Job. Man setzt sich gemütlich hin, beginnt zu träumen und ganz nebenbei tippt sich die Geschichte von alleine.

So ist es aber nicht. Ein Autorenleben kann manchmal ganz schön stressig sein … beispielsweise wenn der Tag so beginnt:

Protagonist tippt auf den Laptop: „Schreibst du heute endlich weiter an meiner Geschichte?“

Autorin: „Ich muss erst Buchführung machen und einkaufen. Wäsche waschen ist auch überfällig.“

Protagonist: „Aber ich will sie endlich in meinem Bett.“

Protagonistin genervt stöhnend zur Autorin: „Geh an Deine Buchführung.“

Protagonist zur Protagonistin: „Willst du etwa nicht in mein Bett?“

Protagonistin seufzend: „Nein.“

Autorin reißt die Augenbrauen hoch. „Was? Du willst meinen Plot durcheinanderbringen?“

Protagonist nickt Protagonistin zu. „Da siehst du was Du anrichtest, jetzt kann sie heute Nacht nicht schlafen.“

Protagonistin: „Dann hätte sie mir einen charmanteren Kerl aussuchen müssen.“

Autorin verdreht die Augen. „Ich gehe jetzt Buchführung machen.“

Protagonist: „Schreibst Du sie mir dann heute Nachmittag in mein Bett?“

Autorin: „Vielleicht.“

Protagonistin: „Ich fände besser, wenn ich im nächsten Kapitel noch einen Typen kennenlerne und dann eine Entscheidung treffen darf.“

Protagonist an Autorin: „Du hörst ja wohl hoffentlich nicht auf sie.“

Autorin: „Das wäre vielleicht eine nette Episode am Rande.“

Protagonistin: „Oh ja, einen Millionär bitte, in Anzug und weißem Hemd und braungebrannt muss er sein.“

Protagonist an Protagonistin: „Du hast sie doch nicht mehr alle. Wenn sie so einen reinschreibt, steige ich aus.“

Protagonistin: „Hey, Autorin! Wo rennst Du denn hin?“

Cool down, Püppchen

Lesepröbchen

Unlektorierte Urfassung !!! Wer Fehler findet, darf sich freuen!!!

„Okay, dann sag mir, worauf du stehst und wir machen uns eine angenehme gemeinsame Stunde in einem von Henrys feinen Spielzimmern.“

„Nein, danke.“

Tyler winkt ab. „Doch Hobby-Anfängerin und auch noch zu feige, es durchzuziehen. Fahr nach Hause, Mädchen. Ein Club wie dieser ist nichts für dich.“

„Nur weil ich kein Interesse an dir habe, heißt das nicht, dass ich ….“

Bevor sie den Satz zu Ende gefaucht hat, ist er aufgesprungen, hat sie an der Schulter gepackt und herumgeschleudert, was dank des drehbaren Barhockersitzes ein Kinderspiel ist. Sie stößt einen kurzen spitzen Schrecklaut aus, der ein Vibrieren in seinen Adern erzeugt. Was für ein herrliches, reines Aphrodisiakum für sein sadistisches Wesen.

Seine Hände landen rechts und links von ihr am Tresen und sein Gesicht direkt vor ihrem. „Du kannst ja nicht mal aussprechen, was du willst, also mäßige deinen Ton, Honey“, zischt er und registriert mit Vergnügen das Beben ihrer Unterlippe, als sie hektisch schluckt.

Es ist wie verhext, sie sollte jetzt wirklich definitiv aufhören, ihn noch weiter zu reizen, doch sie kann nicht. Sie denkt nicht mehr, weil sie so erregt ist, wie nie zuvor in ihrem Leben, weil alles in ihr zu ihm drängt, weil dieser Scheißkerl dem Typen aus ihren Phantasien entspricht und vor allem, weil ihr Gehirn vor lauter Begehren seine Tätigkeit eingestellt hat. Verflixtes, teuflisches Hormonchaos.

Er ist ihr so nah, dass sein Duft sie einlullt. Es ist nur eine sehr schwache Nuance irgendeines Parfüms oder Aftershaves, sondern vor allem purer maskuliner Körpergeruch, so persönlich und dicht, als läge sie im Bett unter ihm. Ihr Herz hämmert vor lauter Angst ganz oben im Hals, aber die Gier, ihm Respekt abzutrotzen, ist stärker.

Sie hebt das Kinn und zieht die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. „Ich stehe auf Fesseln und Schläge, doch vor allem“, sie packt ihm frech zwischen die Beine, „auf ausdauernd harten Schwanz in Vagina. Sollte der Ober-Wichtigtuer-Dom mit dem Begriff Ausdauer nicht überfordert sein, wäre ich ausnahmsweise mit einer Session einverstanden. Wohlgemerkt nur, weil es mich reizt, eins der Spielzimmer in diesem Club auszuprobieren, bevor ich mich entscheide, hier Mitglied zu werden.“

Innerlich vibrierend, aber äußerlich gespielt gelangweilt seufzend, lehnt sie sich lässig zurück. „Alternativen stehen ja heute leider nicht zur Verfügung.“

Seine Mundwinkel zucken und eine Sekunde lang erkennt sie in seiner Mimik Anerkennung. Der Triumph erzeugt ein herrliches, heißes Kribbeln auf ihrer Haut.

Dann legt der fiese Arsch den Kopf in den Nacken und lacht schallend.

Sie presst wütend die Hände auf seine Brust und will ihn wegschupsen, doch sein Körper weicht nicht einen Millimeter. Immer noch lachend greift er nach ihrem Handgelenk und zieht sie vom Barhocker. „Auf geht‘s, du kleine, freche Göre.“

Aus „Cool down, Püppchen“  Reihe Hard & Love 3

Der Kampf ums Facebook Like

Liebe Kollegen / Kolleginnen,

liebe Leser / Leserinnen, liebe Freunde und Freundinnen,

wir Schreiberlinge machen Werbung auf  Facebook, um Lesern und Leserinnen unsere Bücher zu zeigen. Und wir alle haben Existenzängste, denn das böse Facebook schränkt bekannterweise ständig die Reichweite ein, um uns alle zu ärgern. Also muss man sich doch gegenseitig alles liken, was nur zu liken geht, damit wir wenigstens das Gefühl haben, sichtbar zu sein, in dieser großen imaginären Internetwelt.

Bei mir sieht die Rechnung so aus:

Ich habe 1028 Freunde (auf facebook, nicht in echt). Wenn die alle einmal am Tag etwas posten, muss ich 1028 Posts lesen. Viele davon posten aber mehrmals, so komme ich locker auf gefühlte 3000 Posts.

Nebenbei habe ich noch ein paar interessante Seiten abonniert, auf denen auch regelmäßig etwas geschrieben wird und natürlich bin ich Mitglied in einigen Gruppen, von denen ich die Beiträge diverser anderer Mitglieder zu sehen bekomme.  Alles in allem müsste ich mehrere Stunden am Tag vor dem Facebookbildschirm verbringen, um alles zu sehen und zu liken, was auf meinem Monitor erscheint.

Hinzu kommt: Facebook merkt sich, was ich like und zeigt mir daraufhin die Informationen, von denen es aufgrund meiner vorherigen Likes annimmt, dass ich sie sehen möchte. Das ist Manipulation. Es verändert meine Sicht auf die Welt.

Das finde ich doof, denn ich entscheide ganz gern selbst, was ich sehen und denken möchte.

Viele Freunde posten Informationen, die mich gar nicht interessieren, deswegen habe ich sie nicht mehr abonniert. Freunde von mir interessiert vielleicht gar nicht, was ich zu sagen habe, deswegen haben sie mich nicht abonniert. Vermutlich bin ich mit einigen Leuten „befreundet“ und wir hören gegenseitig nichts voneinander, weil wir uns nicht abonniert haben, weil wir uns gar nicht füreinander interessieren.

Ganz schön tüddeliger Schwachsinn, das ganze System, oder?

Wenn ich also Eure Beiträge nicht kommentiere oder like, habe ich sie vermutlich ganz einfach nicht gesehen.

Ihr kennt das? Ihr postet genau aus dem Grund die gleichen Inhalte fünfzig mal am Tag? Damit ich sie auf jeden Fall zu Gesicht bekomme? Euch habe ich eventuell nicht mehr abonniert, weil ich Eure immer gleichen Posts so oft gesehen habe, dass ich von meinen anderen Freunden kaum noch was auf den Bildschirm bekam.  Tut mir leid.

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Ihr einen Roman gelesen habt, der Euch gefiel, bitte hinterlasst eine kurze Bewertung auf Eurem Kaufportal und erzählt im ganz normalen Leben euren echten Freunden von diesem Buch, wir Autoren danken es Euch.

Herzlichst

Sara-Maria Lukas